
The Shape of a Circle in the Mind of a Fish,
part 6: Love and Lament
Symposium-Festival, ko-kuratiert von Filipa Ramos und Lucia Pietroiusti in Zusammenarbeit mit der Schering Stiftung
31. Mai
The Shape of a Circle in the Mind of a Fish (Die Form eines Kreises im Kopf eines Fisches) vereint ein breites Spektrum an Perspektiven, von bildender Kunst über Literatur, Spiritualität, Biologie und Technologie, um zu untersuchen, wie sich Bewusstsein, Intelligenz, Sprache, Affekte und Formen der Zugehörigkeit in den Lebensformen der Erde manifestieren und ausdrücken. Love and Lament (Liebe und Klage) untersucht, wie Liebe und Fürsorge für eine sich verändernde Welt von einem Gefühl des Verlusts und der Veränderung beeinflusst werden und wie traditionelle Zyklen von Zusammenbruch und Erneuerung in Frage gestellt und unterbrochen werden. Zu den bisherigen Teilnehmer*innen Aslak Aamot Helm, Jenna Sutela, Antoine Bertin, Revital Cohen & Tuur Van Balen, Elizabeth Povinelli, Claudia Ranike, Giles Round, Staci Bu Shea, Alejandra Pombo Su, Michael Ohl und andere.
Teilnehmende
Filipa Ramos
Filipa Ramos, PhD, ist eine in Lissabon geborene Autorin und Kuratorin, die in ihrer Forschung die Beziehung zwischen Kunst und Ökologie untersucht. Sie ist Dozentin am Institut Kunst Gender Natur an der FHNW, Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel und Künstlerische Leiterin von Loop, einem Festival für Filme von Künstler*innen, das sich über verschiedene kulturelle und künstlerische Orte in Barcelona erstreckt. Ramos kuratierte BESTIARI, den katalanischen Beitrag zur 60. Biennale di Venezia (2024), und ist Mitbegründerin des Online-Kinos Vdrome für Filme von Künstler*innen. Gemeinsam mit Lucia Pietroiusti leitet sie das Kunst- und Wissenschaftsfestival The Shape of a Circle in the Mind of a Fish und kuratierte mit ihr Songs for the Changing Seasons für die 1. Klima Biennale Wien (2024) sowie Persones Persons (8. Biennale Gherdëina, 2022). 2021 war sie Mitkuratorin von Bodies of Water, der 13. Shanghai Biennale. Zuvor war sie Chefredakteurin von e-flux Criticism (2013–2020), Associate Editor des Manifesta Journal (2009–2011) und beteiligte sich an documenta 13 (2012) und documenta 14 (2017). Sie ist Herausgeberin von Animals (Whitechapel Gallery/MIT Press, 2016). In ihrem neuen Buch The Artist as Ecologist (Lund Humphreys, 2025) widmet sie sich der Frage, wie zeitgenössische Künstler*innen Umweltbewusstsein und Ökologie in ihre Arbeit integrieren.
Lucia Pietroiusti
Lucia Pietroiusti ist Kuratorin, Programmgestalterin und Strategin und arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Ökologie und Systemen. Als Head of Ecologies an der Serpentine in London gründete sie 2018 die Initiative General Ecology und 2023 die Abteilung Ecologies, um ökologische Forschung und experimentelle Ansätze in Theorie, Infrastruktur und Praxis weiterzuentwickeln. Pietroiusti kuratierte Sun & Sea (Goldener Löwe der 58. Biennale von Venedig und Tour). Gemeinsam mit Filipa Ramos kuratierte sie Songs for the Changing Seasons (Vienna Klima Biennale, 2024) und Persones Persons (8. Biennale Gherdëina, 2022). Sie ist außerdem Kuratorin von Sites of… Practice (E-WERK Luckenwalde, seit 2024), Back to Earth (Serpentine, 2020–22) und Court for Intergenerational Climate Crimes: The British East India Company on Trial von Radha D’Souza und Jonas Staal (2025). Zu ihren jüngsten Publikationen gehören More-than-Human (mit Andrés Jaque und Marina Otero Verzier) sowie The Shape of a Circle in the Mind of a Fish (mit Filipa Ramos).
Prof. Dr. Michael Ohl
"Ich habe Biologie an der Universität Kiel studiert (Zoologie, Meeresbiologie, mit parallelem Philosophie-Studium) und meine Promotion an der Universität Göttingen abgeschlossen (Zoologie mit Nebenfach Wissenschaftsgeschichte). 1997 wurde ich als Kurator am Museum für Naturkunde Berlin berufen. 2010 habilitierte ich in Zoologie, und wurde 2020 zum außerordentlichen Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin ernannt. Neben meiner Forschungstätigkeit schreibe ich populärwissenschaftliche Sachbücher und engagiere mich in verschiedenen öffentlichen Formaten wie Ausstellungen (z. B. Darwin-Ausstellung 2009), Film- und Literaturveranstaltungen („Filmwelten der Wissenschaft“). Besonders interessiert mich eine interdisziplinäre Perspektive auf die Naturgeschichte."
Elizabeth A. Povinelli
Elizabeth A. Povinelli ist Akademikerin, Künstlerin und Filmemacherin. Sie ist Franz Boas Professorin für Anthropologie und Geschlechterstudien an der Columbia University, Gründungsmitglied des Karrabing Film Collective und korrespondierendes Mitglied der Australian Academy of the Humanities. Außerdem wurde sie mit einem Ehrendoktorat von der Universität Antwerpen/Antwerp Research Institute for the Arts ausgezeichnet. Ihre acht akademischen Bücher umfassen Geontologies, A Requiem to Late Liberalism (Gewinner des Lionel Trilling Prize) und The Inheritance, ein grafisches Nonfiction-Memoir. Sie hat über zehn Filme mit dem Karrabing Film Collective gedreht. Das Kollektiv hat mehrere Preise gewonnen, darunter den Eye Award des Eye Filmmuseum in Amsterdam, den Visible Award und den Cinema Nova Award für den besten Kurzfilm der Melbourne International Film Festival. Povinellis Einzelzeichnungen wurden in mehreren Galerien ausgestellt, darunter eine Sammlung, die dauerhaft im Museo della Civiltà in Rom ausgestellt ist.